Über:
Haruku Murakami
Misato Mochizuki
netzzeit
Luzerner Theater
Opera Genesis ROH 2
Haruku Murakami
Haruku Murakami ist ein berühmter zeitgenössischer japanischer Schriftsteller. Seine Werke sind „leicht zugänglich, jedoch zutiefst komplex“ (Virginia Quarterly Review). Er wurde 1949 geboren, studierte Drama in Tokyio, betrieb dort acht Jahre lange die Jazz-Bar „Peter-Cat“ und begann erst zu schreiben, als er schon über dreißig war.
Viele seiner Romane haben etwas mit Musik zu tun. So beziehen sich seine Romantitel oft auf Popsongs, und sein erster Roman heisst „Hear the Wind Sing“. Seinen literarischen Durchbruch erzielte Murakami 1987 in Japan mit dem Roman „Naoakos Lächeln“, einer nostalgischen Geschichte von Verlust und Sexualität.
1986 hatte Murakami Japan verlassen, reiste durch Europa und ließ sich in den USA nieder. Er unterrichtete in Princeton und Medford, Massachetts.
Murakamis Werke sind witzig und surreal und reflektieren gleichzeitig essenzielle Entfremdung, Einsamkeit und das Verlangen nach Liebe auf eine Art, die LeserInnen in Amerika, Europa und Fernost fasziniert.
Murakami erhielt viele Preise und Auszeichnungen, 2006 wurde ihm der internationale Literaturpreis der Tschechischen Republik, der Franz-Kafka-Preis, verliehen.
Misato Mochizuki
Misato Mochizuki, geboren in Tokio. Studium der Harmonie- und Kompositionslehre sowie des Klaviers am Nationalen Kunst- und Musikkonservatorium in Tokio. Magistra der Komposition (1992). Lebt seitdem in Paris.
Erster Preis für Komposition am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris (1995) und Teilnahme an den Meisterklassen von Paul Méfano und Emmanuel Nunes. Lehrgang „Komposition und Musikinformatik“ am IRCAM (1996–97), unter der Leitung von Tristan Murail. Ihre Werke werden bei Breitkopf & Härtel verlegt. Die CD „Si bleu, si calme“ erschien 2003 bei Kairos-Music.

Auswahl aus ihren Preisen und Auszeichnungen: Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse (1998) für „Si bleu, si calme“; Nominierung durch die UNESCO („Œuvres recommandées“ der Internationalen Tribüne der Komponisten) (1999) für „La chambre claire“; Akutagawa Preis für Bestes Orchesterwerk (2000) für „Camera lucida“; Publikumspreis des Brüsseler Festivals Ars Musica (2002) für „Chimera“; und Japanischer Staatspreis sowie Idemitsu Preis für Neue Künstlerische Talente (2003).
Über Misato Mochizuki bei Breitkopf & Härtel
CD ‹Si bleu, si calme› Hörprobe bei Kairos-Music | E-Mail-Bestellung
netzzeit
netzzeit ist ein Werkzeug zur Herstellung von Musiktheater der Gegenwart im weitesten Sinn. Wir besitzen keine Immobilie, weil Theater nicht immobil sein soll. Am Anfang steht die Idee. Die braucht zu ihrer Gestaltwerdung Räume und Menschen, manchmal die gleichen, manchmal andere. Dafür sind wir offen, für Nachhaltigkeit und Flüchtigkeit.
Wir entschieden uns 1984 für den Namen „netzzeit“, weil wir fasziniert waren von Menschen, die die Chancen zu interdisziplinären Projekten mit Hilfe der Internetvernetzungen erkannten. Wir hatten eine Ahnung davon, wie diese Möglichkeiten die Welt und damit auch die Kunst verändern würden. Und so geschah es auch.
Heute entwickelt sich aus diesem revolutionären Projekt europäischer Geradlinigkeit des world wide web die Erkenntnis, wie labyrinthisch und mäanderreich die Intensivierung menschlichen Bewusstseins vonstatten geht. Indem wir die Lust und Neugierde auf Ambivalenz schüren und die Freude an Genauigkeit und handwerklicher Virtuosität vermitteln, ohne die dem Spielen und Ambivalieren mit Emotionen im Theater keine Flügeln wachsen können, fühlen wir uns als globale Nomaden, die die Schönheit des Lebens in den Herzen der Menschen zum Klingen bringen möchten.
netzzeit ist ein gemeinnütziger Verein, der vom Kulturamt der Stadt Wien seit 24 Jahren gefördert wird, mit dem Auftrag Theater zu realisieren, das im konventionellen Theaterbereich nicht möglich ist oder dort aus anderen Gründen nicht stattfindet.
Darüber hinaus gelang es netzzeit seit etwa 2000, seine Projekte zunehmend mit nationalen und internationalen Partnern gemeinsam zu realisieren. In den Jahren 2004 und 2005 fasste netzzeit seine Wiener Aktivitäten in einem Festival für neues Musiktheater unter dem Titel „Out of Control“ zusammen, das in Zukunft, beginnend 2007, biennal veranstaltet werden wird.
Luzerner Theater
Das Luzerner Theater ist das einzige Dreispartenhaus (Oper, Schauspiel und Tanz) der Zentralschweiz und bietet ein Programm, das so vielschichtig ist wie sein Publikum.
Mit seinem Spielplan setzt das Luzerner Theater klare Akzente im Bereich Innovation, Gedächtnis und Unterhaltung, dieser soll die Wünsche der BeuscherInnen erfüllen aber auch Neugierde auf Neues und Unbekanntes wecken.
OperaGenesis ROH 2
OperaGenesis ist eine Initiative zur Förderung und Entwicklung Neuer Oper aller Art. OperaGenesis wird als wesentlicher Bestandteil des innovativen ROH2-Programms des Royal Opera House in London von der Genesis Foundation finanziert.
OperaGenesis agiert als globale Website, ein internationales Informations- und Kontakt-Netzwerk, der Basis einer reichen Auswahl von Workshop-Aktivitäten und Beratungs-Projekten, und als Vermittler zur Entwicklung von Produktionen Neuer Oper des 21. Jahrhunderts jedweder Form.
OperaGenesis is an initiative for the development of new opera of all kinds. A key element of the Royal Opera House’s innovative ROH2 programme, it is funded by the Genesis Foundation. OperaGenesis will act as the home of a global website, an international information and contact network, the base for a wide range of workshops and mentoring activities, and the catalyst for the creation of new opera performances for the 21st century in all kinds of venues and media.



